Im Zusammenhang mit der geplanten Demonstration am 17. Januar in Leipzig entsteht eine besondere solidarische Spendenaktion:
Für jede 0,5 Kilometer, die die Demonstration zurücklegt, werden Spenden gesammelt. Zugunsten des Soziokulturellen Kulturzentrums Conne Island, gegen das sich die Demonstration unter anderem richtet.
Helft mit ein starkes Zeichen für ein Viertel zu setzen, indem man solidarisch streiten kann und zusammenhält.
Am 17.01. wollen Gruppen gegen linke Projekte in Connewitz vorgehen. Richtig gehört, gegen ein Kulturzentrum zu demonstrieren steht ganz oben auf der to-do Liste. Dafür gibt es Beifall von denjenigen, die genau vor 10 Jahren den Stadtteil angegriffen haben.
Das Conne Island steht seit 30 Jahren für soziokulturelle Arbeit, kritischen Diskurs, politische Bildung, Konzerte, Austausch und Engagement gegen jede Form von Menschenfeindlichkeit. Dass es sich konsequent auch gegen jeden Antisemitismus stellt, missfällt leider einigen.
Das Island ist seit knapp 30 Jahren Zuflucht, Konstante und Ort des Empowerment. Als eines der letzten verbliebenen stabilen Zentren im Osten macht es seinem Namen alle Ehren und ist "Insel" in einem Meer voll von Trostlosigkeit und Ausgrenzung.
Dass sich eine Demonstration auch gegen das Kulturzentrum richtet, nehmen wir zum Anlass, ein positives und solidarisches Zeichen zu setzen.
Die Demonstration plant eine Strecke von ca. 2,8km zurück zu legen.
Für jede gelaufene 500 Meter wird ein zuvor festgelegter oder frei wählbarer Spendenbetrag gesammelt. Ihr könnt also bestimmen ob ihr einen Betrag fix spenden wollt, oder ihr spendet pro 500m. Bedenkt dabei, dass möglicherweise nicht der gesamte Weg gelaufen werden wird.
Die Spenden stammen bewusst nicht von den Teilnehmenden der Demonstration selbst, sondern von Menschen, die soziale Kulturzentren solidarisch unterstützen wollen.
100 % der gesammelten Spenden kommen dem Soziokulturellen Kulturzentrum Conne Island zugute.
Jeder Kilometer der Demonstration wird so zu einem Beitrag für Kultur, Dialog und gesellschaftliche Arbeit.
Diese Aktion nutzt Bewegung, um Solidarität sichtbar zu machen.
Sie will nicht spalten, sondern zeigen, dass gesellschaftlicher Widerspruch auch in Unterstützung für zivilgesellschaftliche Strukturen übersetzt werden kann.
Statt Konfrontation setzen wir auf:
Unterstützung kultureller Freiräume
Stärkung unabhängiger soziokultureller Arbeit
ein klares Bekenntnis zur Solidarität
Du spendest nicht gegen etwas –
sondern für Kultur, Offenheit und gesellschaftliches Engagement.
Danke, dass du diese Aktion möglich machst.
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